30 Studenten nehmen ihr Diplom fuer 'Forensische Forschung' in Empfang (08/07/2010)

Am Freitag, den 9 Juli 2010 wird den ersten 30 Studenten, des Studiengangs Forensik in Leeuwarden, das Diplom fürForensische Forschung (Bachelor of Applied Sciences) überreicht. Diese Generation forensiche Forscher ist die erste, der seit 2008 in Leeuwarden angeboten Studienrichtung.  

Diese 30 Studenten hatten die Möglichkeit, Ihre Diplomarbeiten bei Unternehmen zu absolvieren, wie Bewachungsunternehmen bzw bei Instituten, wie dem niederländischen Forensischem Institut, forensische Ermittlungsdienst der Polizei, bei dem königlichen Grenzschutz und diversen Forschungsabteilungen in Krankenhäusern. Die neuen Arbeitgeber der Absolventen unterscheiden sich dementsprechend auch sehr von einander.  

Die Studenten sind nicht alle fanatische CSI-fans (Crime Scence Investigation). Im Gegenteil. 

 

personen und studenten sind drinnen

 

Cynthia Zwart studierte in Richtung Life Sciences, 'aber ich wollte nichts mit Pflänzchen, Tierchen und Petrischalen zu tun haben, weil mich die menschliche Seite faszinierte. Deshalb spezialisierte ich mich auf Kommunikation und Gesetzgebung. Bei einem privaten forensischen Institut habe ich nach den Arbeitsmethoden geforscht und diese mit den gesetzlich vorgeschriebenen Normen verglichen. Bei forensischen Forschungen müssen die Richtlinien genau befolgt werden, denn sonst kann es auf Kosten unschuldiger Menschen gehen.' Cynthia bekam inzwischen ein Jobangebot. 

 

Auch Maarten de Groot arbeitet in einem Genetikunternehmen, bei dem er bereits seine DNA Forschungsarbeit verfasste. 'Ich bin der erste Facharbeiter in einem, auf Tiergenetik spezialisiertem Unternehmen, das jetzt im Auftrag eines Krankenhauses menschliche DNA zur Tumordiagnostik untersucht.' Maarten erzählt, dass sein Praktikumsbegleiter, Niveau und Kenntnisse der Studenten überdurchschnittlich hoch einschätzte, relativierend fügt er hinzu, dass es vom Interesse des Studenten abhängt. Maartens Interesse an DNA-Profilen entstand während des Praktikums. 'Man macht viele Praktika, bekommt viel praktische Aufträge und man kann Fächer, nach seinem Interesse wählen. Die vier Studienjahre waren im Nu vorbei.'

 

personen und studenten sind drinnen

 

Tineke Goossens interessierte sich für forensische Forschung und richtete sich genauso, wie Maarten auf die DNA Forschung und Toxikologie. Das Juniorpraktikum im zweiten Studienjahr absolvierte Tineke bei der Amsterdamer Polizei. 'Dort habe ich auch an meinem Projektpraktikum im vierten Jahr zur Auswertung von Besichtigungen und Cold Cases, ungelöster Fälle gearbeitet. Eine Begutachtung eines Falls verläuft zeitgleich mit den Ermittlungen, um alle Fakten unter neuen Gesichtspunkten beurteilt werden.' Tinekes Forschungsarbeit verglich Amsterdamer Prostitutionsmorde: 'Mit dieser Arbeit versucht die Polizei extra Subventionen zu bekommen, um derartige Nachforschungen zu ermöglichen. Denn es ist mir gelungen, zu beweisen, dass forensische Spuren in einigen Akten noch unbemerkte Zusammenhänge herstellen konnten.' Tineke wartet derzeit auf ein Anstellung bei der Amsterdamer Polizeibehörde.

 

Die Ausbildung Forensik ist eine vierjährige Spezialisierung (Major) des Studiengangs, Biotechnologie, innerhalb der Life Sciences & Technology Unit in Leeuwarden. Hier werden die Studenten taktischen, technischen und analytischen zum forensischen Forscher geschult. Damit tragen die Hochschulen dem Wunsch des Justizministers, Hirsch Ballin, Rechnung: 'zu erreichen, dass die unterschiedlichen forensischen Disziplinen besser miteinander zusammen arbeiten und auf einander abgestimmt sind.'

 

Die Studienschwerpunkte liegen auf Fächern, wie Kriminalität, Ermittlung, Recherche und analytisch chemische, toxikologische und molekularbiologische Fächer. Dazu zählen auch Waffenlehre, forensische Statistik, Kriminalistik, forensische Informatik, (Cybercrime), forensische Psychologie, Gesetzt und Kommunikation spielen auch eine bedeutende Rolle. Die Studenten lernen, Nachforschungen am Ort des Geschehens und die grundlegenden Laborhandlungen zu verrichten, um zu verhindern, dass durch Fehler einzigartiges Beweismaterial vernichtet wird. Aber auch das Einfühlungsvermögen in Denk- und Handelsweisen von anderen (Leitern, Auftraggebern, Täter etc) wird trainiert. Verantwortungsgefühl, Flexibilität, Genauigkeit, Kreativität, Kommunikation und das Arbeiten in Gruppen mit allerlei Disziplinen, sind Kernbegriffe innerhalb der Ausbildung als auch in der Berufswelt.


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