Jurjoren unter die Lupe genommen (06/07/2011)
Wie entscheidet eine Jury während eines Dressurwettkampfes, wie 'gut' Reiter und Pferd wirklich sind? Dr. Inga Wolframm, Fachdozentin der Equine, Leisure and Sports erforschte zusammen mit zwei ihrer Studenten, die Beurteilungsweise der Dressurjurjoren. Diese Forschungsarbeit wurde in Kooperation mit der Fédération Equestre Internationale (FEI) erstellt.
Die 17 teilnehmenden Jurjoren hatten alle minimal 20 Jahre Erfahrung und konnten selbst eine Dressurwettkampfkarriere zurückschauen. Ihre Erfahrungen umfassten verschiedene Dressurniveaus.
Messungen der Augenbewegung
Den Jurjoren wurden Videoaufnahmen von Grand Prix Dressurwettkämpfen aus 2009 und 2003 zur Beurteilung gezeigt. Während der Untersuchung trugen die Jurjoren einen Apparat auf dem Kopf, welcher die Augenbewegung messen konnte. Dieses Verfahren nennt man eye-tracking.
Aus den Ergebnissen war abzulesen, dass die Jurjoren aus den verschienden Dressurniveaus auf die gleichen Dinge achten. Sie studierten sowohl den Reiter, wie auch das Pferd und auch die individuellen Körperteile des Pferdes. Allerdings konzentrierten sich die Jurjoren bei einzelen Abschnitten auf ganz bestimmte Teile. Zum Beispiel ist die Vorderseite eines Pferdes für die allgemeine Beurteilung wichtig, wohingegen bei bestimmten Teilabschnitten während der Kür gerade mehr auf die hintere Hälfte des Tieres geachtet wird.
Richtlinien
„Mit diesen Ergebnissen könnten neue Richtlinien für Jurjoren bestimmt werden." erklärt Inga Wolframm. „Worauf sollte eine Jury bei einem bestimmten Teil der Dressur besonders achten? Daran kann beispielsweise auch das Punktesystem gekoppelt und damit auch eine Schulung für Jurjoren besser bestimmt werden."
Weitere englischsprachige Information über diese Forschung sind auf der Webseite der FEI zu finden.
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